Die Schachbretter sind da!

schachbretter1.jpgVon Juni bis August kann man überall im Naheland (und auch in Rheinhessen), wo noch Wiesen oder Wegränder in voller Blüte stehen, die wunderschönen Schachbrettfalter bewundern. In manchen Wiesen sieht man sie zur Zeit in Massen herumflattern! Vor allem Disteln, Flockenblumen und die Ackerwittwenblume haben es ihnen als Nektarquelle angetan. Die Raupen fressen an Gräsern aller Art und sind vor allem nachts aktiv. Da sie tagsüber in Bodennähe hocken, sind sie von der Wiesenmahd kaum betroffen. Wenn es den Faltern jedoch an Nektarpflanzen fehlt, bleibt auch der Nachwuchs aus. Also lasst Gnade walten und die Blumen am Wegrand leben!Rainer Michalski

Tag der offenen Tür Freitag, 29. Mai; 11.00-19.00 Uhr

Die neue Saison brachte uns vom Start weg ermutigende Besucherzahlen und manches spontane Lob.Wir bedanken uns bei allen Besuchern für den erfolgreichen Tag der offenen Tür!Das Tagesprogramm sah folgenden Verlauf vor:11.00 Uhr : Eröffnung, Begrüßung und Überreichung der Urkunde der Ministerin Doris Ahnen  für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur RLP zur Anerkennung der Naturstation als „Schulnahe Umwelterziehungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz (SchUR-Station)“.Anschließend bietet Ihnen unser Experten - Netzwerk  über den Tag:•           Sigrid Lenz mit einem Vortrag über die Würfelnatter, Reptil 2009•           Führungen durch die Naturstation mit Vorstellung naturnah gestalteter Terrarien. Sie werden in das Geheimnis eingeweiht, wie wir in einem Terrarium verschiedene, artgerechte Klimazonen schaffen.•           Für Kinder ab 6 Jahren: „Mein erstes Heimtier: Wie baue ich ein Grillenhotel?“•           Fledermäuse kennen lernen und beobachten mit Iris Wenz•           Naturerlebnisse mit Tamara Fitz•           Den Eisvogel erleben mit Ralf Ludwig•           Mehr über den Bergbau am Rheingrafenstein erfahren mit Daniel Götte•           Ihre Fragen zum Thema Naturbeobachtungen, Forst, Insekten- und Vogelwelt, Gartenteiche und Haltung von Terrarientieren beantworten unsere Experten Jörg Homann (Forst), Rainer Michalski ( Insekten und Vogelwelt), Dr. Hartmut Wilke ( Gartenteiche und Haltung von Terrarientieren).Der genaue Tagesablauf richtetete sich nach der Verfügbarkeit aller ehrenamtlichen Experten und wurde am Tag der Offenen Tür per Aushang bekannt gegeben.Zahlreiche Bilder sind unter Bilder abrufbar…

Jahreshauptversammlung 2009

Am 26.02.2009 fand die Jahreshauptversammlung 2009 statt.
Was beschlossen und besprochen wurde erfahren Sie im anhängenden Protokoll.

Wir bedanken uns für Ihre rege Teilnahme und hoffen, dass wir Sie nächstes Jahr wieder begrüßen dürfen.

gez.

Dr. Hartmut Wilke

Protokoll Jahrshauptversammlung 2009

Der Mietvertrag der Naturstation ist unterschrieben

Heute hat die Naturstation einen rechtsgültigen Mietvertrag mit Bad Münster am Stein-Ebernburg  abgeschlossen. Im Januar werden von der Gemeinde zusätzliche Heizkörper installiert, damit die Aktiven im Büro und Gäste im Amphibienraum nicht mehr frieren müssen.Die Installation eines Bodenablaufs wird die problemlose Entsorgung der Wasserfüllung aus den Aquarien und Terrarien erlauben.Und die Spüle im Büro wird dann mit heißem Wasser versorgt sein. Das klingt pionierhaft, zeigt aber zugleich, dass bisher kräftig improvisiert wurde.Einen Dank an Alle, die dabei mitgewirkt und nicht aufgegeben haben!Hartmut Wilke

Puderzucker und Eis rund um den Niederhausener Stausee

 Heute möchte ich ein paar schöne Eindrücke veröffentlichen. Ich war heute früh sehr zeitig unterwegs: nebensee-niederhausen400.jpg´niederhausen-stausee-von-oben400.jpg 

Saisonende in der Naturstation. Tiere überwintern im Schmittenstollen.

Winterschlaf im Schmittenstollen

Die Naturstation in Bad Münster am Stein-Ebernburg beschließt ein sehr erfolgreiches Jahr.

Als am 19.Oktober der Ausstellungsbetrieb schloss, weil die meisten Tiere in Winterruhe gehen, blickte der Vorstand zufrieden auf die Entwicklung der ersten vollständigen Saison seit Gründung 2007 zurück.

„In dieser Saison konnten wir über 6000 Besucher zählen. Niemand hatte mit so einem Echo gerechnet. Mit unseren Einnahmen können  wir unseren Eidechsen, Ringelnattern, Gelbbauch-Unken und Feuersalamandern  neue Terrarien beschaffen und einrichten. Sie werden den Besuchern noch besser Lebensraum und Verhalten vermitteln, als das bisher (aus Geldmangel) möglich war“, sagt der Kassierer des Trägervereins, Matthias Wernhöfer.

Der gesamte Vorstand weiß aber auch, wem er diesen Erfolg –neben dem aktiven Kurator Hajo Gellweiler- zu verdanken hat. Es ist das Produkt aus einer harmonischen Zusammenarbeit der Mitglieder des Trägervereins und – das muß an dieser Stelle besonders und dankbar betont werden - der wohlwollenden, fördernden Güte von Bürgermeister und Stadtverordneten. Sie brachten ihren Respekt gegenüber der Naturstation vor der erbrachten Leistung deutlich zum Ausdruck und krönten ihr bisheriges Entgegenkommen mit einem sehr  projektfördernden Mietvertrag. Er wird in diesen Tagen von beiden Parteien unterschrieben und stellt das „Unternehmen Naturstation“ auf feste Füße. Darüber hinaus finanziert die „Stiftung Rheingrafenstein“ wesentliche Sanierungsmaßnahmen. Etwa die Installation von Heizkörpern und einer Wasserversorgung.

Die Naturstation erhielt darüber hinaus direkte finanzielle Unterstützung von (in alphabetischer Reihenfolge) BUND, Nabu, Regionalbündnis Soonwald-Nahe und zahlreichen Mitgliedern, die mehr als ihre 12€ Jahresbeitrag überwiesen hatten. „Sogar die Kirchen haben ihre Kollekte aus dem ökumenischen „Wein im Park“ – Gottesdienst an uns weitergereicht“, teilt der Vorstand mit und freut sich sehr über diese Art der Anerkennung seines ehrenamtlichen Einsatzes. Ebenso ermutigend wirkten Kleinspenden, bei denen der Eintrittspreis durch Besucher großzügig aufgerundet wurde, wie auch Einnahmen aus den Vortragsabenden und Führungen für Schulklassen, Vereins- und Kindergruppen den Barbestand des Trägervereins nicht unwesentlich erhöhten.

Die jetzige ausstellungsfreie Zeit nutzt der Verein zur Organisation der immer beliebter werdenden Vortragsabende, die 14 tägig Mittwochs abends um 19.30 im Kammermusiksaal des Kurmittelhauses stattfinden. Inzwischen begrüßen wir bereits „Stammgäste“, die den Besuch dieser Abende zu einem festen Bestandteil ihrer Wochenplanung gemacht haben. Sind doch die Referenten allesamt Experten, die spannende Erkenntnisse aus Ihren Forschungs- und Reiseprojekten zu berichten wissen. Es sei erwähnt, dass auch sie in der Regel zugunsten der Naturstation auf das sonst übliche Vortragshonorar verzichten.

Die Naturstation soll nach den Plänen des Vorstandes nicht nur als Ausstellung heimische Reptilien und Amphibien bekannt werden. Und so hat sich in dieser Saison erstmals gezeigt, dass sich das angestrebte  „Netzwerk“ bereits zu entwickeln beginnt: Die Naturstation wird zum Anlaufpunkt regionaler Organisationen, die in ihren Räumen Seminare, Fortbildungsveranstaltungen oder einfach nur „Naturerlebnisse“ durchführen.

„Hätten wir ein Unternehmen gegründet, so wären wir bei den Kreditinstituten sicher gerne gesehene Kreditnehmer. Als gemeinnütziges Unternehmen werden wir aber eher nicht wegen Krediten nachfragen, vielleicht aber unsere Terrarien und Aquarien für Patenschaften anbieten. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, das den Haushalt des Trägervereins mittelfristig auf eigene Beine stellen könnte“, meint der Vorstand unisono.

Die abnehmende Tageslänge und verminderte Helligkeit lösen bei den heimischen Amphibien und Reptilien die Winterruhe aus. Zusammen mit der im Oktober stark absinkenden Durchschnittstemperatur verkriechen sie sich in ihre Winterquartiere. Dort sind sie oft zu mehreren in „Überwinterungsgemeinschaften“ anzutreffen, wenn ein besonders günstiges Quartier entsprechend Platz bietet.

In der Naturstation hat Kurator Hajo Gellweiler aktiv vorgesorgt. Amphibien und Echsen schlüpfen unter feuchtes Moos, das kleine Behältnisse gut zur Hälfte füllt. Die Behälter sind abgedeckt, damit die Tiere nicht entweichen können. Die Rotwangenschmuckschildkröten überwintern in einer abgedunkelten Zementwanne, zwischen im flachen Wasser treibenden Eichenblättern. Das verschafft ihnen das Gefühl, sicher und geborgen zu sein. Die Bitterlinge überwintern zusammen mit den Teichmuscheln in einem gegen Frost geschützten Gartenteich. Dort, wie auch im Schmittenstollen,  herrschen über Winter konstante günstige 4-5ºC. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Stollen verhindert, dass die Tiere austrocknen. So ergib sich ein ideales, weil natürliches Winterquartier.

Gez.

Dr. Hartmut Wilke

Vorsitzender

Zugvögel -Stare- bringen nicht nur Rom durcheinander

Ich wurde am 28.10. in Albig von einem riesigen Starenschwarm heimgesucht. Es ist schon etwas her, aber ich will die Bilder trotzdem nicht vorenthalten.Es waren grob geschätzt mehrere 10000 Tiere, die sich  über die Weinberge und Pferdeweiden hermachten. Trockener Kommentar eines Einheimischen: “Da wollte wohl jemand noch Eiswein machen….” Das dröhnende Geräusch beim Auffliegen ist unglaublich, das Gezwitscher ohrenbetäubend. Wenn man neben (besser nicht unter!) einem Baum voller Stare steht, könnte man meinen, es regnet. Trotzdem, als die ganze Bande mit einem Schlag abgehoben ist, hat es mich auch erwischt. Sauerei! Stare über Pferd 

Ringelnatter mit Kaulquappe in Feilbingert

Ringelnatter mit Kaulquappe2

Rainer Michalski hat uns zwei Bilder zur Verfügung gestellt, die eine Veröffentlichung wert sind, finde ich.

Richtig toll, die Bilder, die Du da geschossen hast, lieber Rainer. Wir danken Dir dafür.

Ringelnatter mit Kaulquappe1

Früher als “Unke” bezeichnet: Gehört zur Familie der Nattern.
Die männliche Ringelnatter kann bis zu 120 Zentimeter lang werden, die weibliche bei einigen Unterarten, wohl bis zu zwei Metern. Außerdem sind die Weibchen dicker als die Männchen. Die weitaus meisten erwachsenen Tiere sind jedoch deutlich unter einem Meter lang.
Ringelnattern sind weitgehend tagaktiv und beginnen den Morgen mit einem ausgiebigen Sonnenbad. Sie leben vorzugsweise in der Nähe von Gewässern aller Art und können gut schwimmen und tauchen.

Ringelnattern ernähren sich vorwiegend von Amphibien und Fischen , fressen dabei nur lebende Beute. Besonders in südlichen Verbreitungsgebieten jagen sie auch Eidechsen  und Mäuse. Die Jungschlangen fressen Kaulquappen, Regenwürmer und kleine Fische. Sie erkennen ihre Beute ausschließlich an ihren Bewegungen. Ihre natürlichen Feinde sind Greifvögel, Igel, Katzen sowie der Mensch. Häufig werden sie auf warmen asphaltierten Straßen überfahren.

Vortrag zum Thema Neophyten - Dr. Bernd Augustin

Herr Augustin hat auch bei seinem zweiten Vortrag nicht enttäuscht, wirklich sehr gelungen und anschaulich! Zum Kennenlernen hatte er etliche verschiedene Neophytern mitgebracht, darunter auch die hoch allergene Beifuß-Ambrosie. Ambrosia-artemisiifolia

Leider waren gerade mal 16 Besucher da, und das trotz massiver Werbung und einem hochaktuellen Thema. Die Einnahmen liegen daher nur bei knapp 60 €.
Beim Aufbau hatte ich Unterstützung von Herrn Augustin und seinem Sohn Clemens, Herr Dr. Pressel hat den Eintritt kassiert. Wegen geringer Nachfrage haben die vorhandenen Getränke ausgereicht. Vielen Dank an den unbekannten Wasserkäufer, das hat mir einen Weg zu Rewe erspart!
Wie es der Zufall will, habe ich kurz vor dem Vortrag eine Beifuß-Ambrosie am Kapitän-Lörenz-Ufer entdeckt (links von der Einmündung des Triebwerksgrabens). Die erste Meldung in unserer Gegend! Das wurde dann auch vom Referenten bestätigt. Er will in der Sache aktiv werden.
Für den Winter hat er in Zusammenarbeit mit Christel Thorenz einen weiteren Vortrag zum Thema Giftpflanzen angekündigt - super!
Vorschlag: Was haltet ihr von einer Posterausstellung zum Thema Neophyten? Wir haben hier ja genug im Angebot, das ganze Naheufer ist voll davon!

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